Bildung Seminare
Arbeitnehmer in Betrieb, Wirtschaft und Gesellschaft
I
(§ 37 Abs. 7 BetrVG, AWbG)
In dem Seminar werden Grundkenntnisse der sozialen
und ökonomischen Zusammenhänge von Betrieb, Wirtschaft
und Gesellschaft vermittelt. Behandelt werden außerdem die
Stellung abhängig Beschäftigter und die Stellung der
Gewerkschaft im Betrieb nach dem Betriebsverfassungsgesetz und
der Rechtsprechung, die Aufgaben des Betriebsrates und andere
gesetzlicher Interessenvertretung (Jugend und Auszubildende, Schwerbehinderte,
Sicherheitsbeauftragte) und die Organisation der Arbeitgeber-
und Unternehmerverbände.
Gewerkschaften in der Bundesrepublik
(AWbG)
Vermittelt werden Grundkenntnisse über die
Aufgaben und die Stellung der Gewerkschaften in der Sozialen Marktwirtschaft
und der Parlamentarischen Demokratie der Bundesrepublik Deutschland.
Der ausführliche Darstellung der Ziele, Aufgaben und Organisationsformen
der Gewerkschaften, unter Einbeziehung von Aspekten ihrer geschichtlichen
Entwicklung, werden die Verbandsstrukturen der Unternehmerverbände
und ihre Wirkungsweise gegenübergestellt und die soziale
und ökonomische Stellung des Einzelnen als abhängig
Beschäftigten im Betrieb und in der Gesellschaft beleuchtet.
Grundlagen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
im Betrieb (AS I)
(AWbG)
Das Seminar gibt Antworten auf Fragen nach den gesetzlichen
und organisatorischen Grundlagen des betrieblichen Arbeitsschutzes
und bietet einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen
und die Handlungsmöglichkeiten von Arbeitnehmern. Es stellt
die am Arbeitsschutz beteiligten betrieblichen und überbetrieblichen
Einrichtungen vor. Das Seminar versucht deutlich zu machen, daß
sich die Schwerpunkte des Arbeitsschutzes von der Unfallverhütung
zum vorbeugenden Arbeits- und Gesundheitsschutz verlagert haben,
was auch vom Gesetzgeber hinreichend gefordert wird.
Gesundheitsförderung im Betrieb und am Arbeitsplatz
(AWbG)
Ziel der betrieblichen Gesundheitsförderung
ist es, gesünder zu arbeiten, das heißt, sie dient
der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz,
und zwar das gesamte Arbeitsleben lang. Zur Zeit erreicht nicht
einmal jeder Zweite gesund das Rentenalter. Gemäß der
sog. Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation zielt Gesundheitsförderung
"auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß
an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen
und sie zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen".
Dazu gehört, dass im Betrieb Gesundheitsbelastungen und dauerhaft
bzw. langfristig krankmachende Arbeitsbedingungen nicht länger
ein Tabuthema sind. Im Seminar werden die rechtlichen Grundlagen
der Gesundheitsförderung vorgestellt und Möglichkeiten
einer systematischen Gesundheitsförderung dargestellt sowie
Handlungsmöglichkeiten im Betrieb und am Arbeitsplatz erarbeitet.
Besonders behandelt werden Krankenrückkehrgespräche.
Gefahrstoffe am Arbeitsplatz
(AWbG)
Gefahrstoffe bedrohen uns im Arbeitsleben auf Schritt
und Tritt. Weit über 100.000 Stoffe sind registriert, für
wenige Hundert existieren Grenzwerte für ihre Verwendung.
Im Seminar werden die Gesundheitsgefahren wichtiger Stoffgruppen
behandelt, die wichtigsten Vorschriften der Gefahrstoffverordnung
und der Technischen Regeln für Gefahrstoffe erörtert
sowie die Schutzrechte einzelner Arbeitnehmer und die Mitbestimmungsrechte
des Betriebsrates dargestellt.
Schichtarbeit
in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk des Landessportbundes
NRW e. V., Außenstelle Duisburg (AWbG)
Die Stadt Duisburg kann als deutsche "Hauptstadt
der Schichtarbeit" bezeichnet werden. Es gibt keine andere Stadt
in der Bundesrepublik Deutschland, in der mehr Menschen Schichtarbeit
verfahren als in Duisburg. Im Seminar werden gesundheitliche und
soziale Folgen von Schichtarbeit anhand der Ergebnisse zahlreicher
Untersuchungen mit den Erfahrungen der Teilnehmer konfrontiert
und diskutiert. Außerdem werden zahlreiche Modelle und Möglichkeiten
der Gestaltung von Schichtarbeit anhand praktischer Beispiele
vorgestellt und beraten. Ihr Ziel besteht darin, die Gegebenheiten
des menschlichen Biorhythmus soweit wie möglich zu berücksichtigen.
Im Rahmenprogramm werden praktische Übungen zur Bewältigung
von Schlafstörungen und der besonderen Stressbelastung von
Schichtarbeitern vorgestellt und eingeübt. Die Teilnehmer
werden gebeten, Sportzeug mitzubringen.
Teilnehmergebühr: € 50,- für
Teilnehmer nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz
Stress am Arbeitsplatz
in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk des Landessportbundes
NRW e. V., Außenstelle Duisburg (AWbG)
Stress am Arbeitsplatz stellt inzwischen eines der
größten Probleme der Arbeitswelt dar. Das Seminar will
arbeitsplatzbezogen die wichtigsten Stressfaktoren wie Zwangshaltungen,
Reizüberflutung, Lärm, Leistungsdruck, Termindruck,
Über- und Unterforderung und vieles mehr untersuchen und
Hilfestellungen für ihre Bewältigung geben. Dazu zählen
insbesondere individuelle und kollektive Handlungsmöglichkeiten
aufgrund des Betriebsverfassungsgesetzes sowie der Arbeitssicherheits-,
der Gesundheits- und der Umweltschutzgesetzgebung. Im Rahmenprogramm
werden praktische Übungen zur Stressbewältigung vorgestellt
und eingeübt (u. a. Wirbelsäulengymnastik, Dynamisches
Sitzen, Tiefenmuskelentspannung, Autogenes Training, Bewegungspausenübungen
am Arbeitsplatz, Atemübungen). Die Teilnehmer werden gebeten,
Sportzeug mitzubringen.
Teilnehmergebühr: € 50,- für
Teilnehmer nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz
Von der Stressbewältigung zur Gesundheitsförderung
in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk des Landessportbundes
NRW e. V., Außenstelle Duisburg (AWbG)
Gesundheit ist eine Grundvoraussetzung für
den Erhalt eines Arbeitsplatzes und die Erfüllung der arbeitsvertraglichen
Pflichten. Deshalb zählt die Gesunderhaltung zu den grundlegenden
Interessen von Arbeitnehmern. Zahlreiche Ursachen für Gesundheitsbelastungen
und -schäden finden sich in der Arbeitswelt selbst. Im Seminar
werden Gesundheitsbelastungen in der Arbeitswelt thematisiert
und diskutiert. Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung
vorgestellt und erörtert sowie individuelle und kollektive
Möglichkeiten der Stressbewältigung und Gesundheitsförderung
aufgezeigt und im Rahmenprogramm eingeübt. Die Teilnehmer
werden gebeten, Sportzeug mitzubringen.
Das soziale Netz der Arbeitnehmer in Gefahr
(§ 37 Abs. 7 BetrVG, AWbG)
Im Seminar wird ausgehend von der gewerkschaftlichen
und genossenschaftlichen Selbsthilfebewegung im 19. Jahrhundert
die Entstehung und die Entwicklung der bismarchschen Sozialgesetzgebung
vorgestellt, ebenso die Entwicklung der Arbeitslosenversicherung
als vierte Säule der Sozialversicherung und ihre jüngste
Komplettierung durch die Pflegeversicherung. Die Darstellung des
Sozialnetzes wird ergänzt um die im Sozialgesetzbuch zusammengefassten
Gesetze mit besonderer Darstellung des zum 1. Juni 2001 in Kraft
getretenen Sozialgesetzbuches IX Rehabilitation. Anschließend
werden die Gefährdungen und Einschnitte in das soziale Netz
durch die Europäisierung, die Globalisierung und durch neoliberale
Politik seit 1980 erläutert und diskutiert.
Die Arbeitsplätze der Zukunft
(AWbG)
Ziel des Seminars ist es, Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern vor dem Hintergrund der beschleunigten Integration
zahlreicher Schlüsseltechnologien zu neuen Systemen mit den
Entwicklungstrends der 90er Jahre in der Stahl- und Metallindustrie
bekanntzumachen und sie auf anstehende technische und organisatorische
Veränderungen am Arbeitsplatz vorzubereiten. Diskutiert werden
sollen dazu die gewerkschaftlichen Vorstellungen zu neuen industriepolitischen
Zielsetzungen wie Umweltschutz innerhalb und außerhalb des
Betriebes, konsequent sparsamer Energie- und Betriebsstoffeinsatz,
Qualitätsproduktion, Stoffkreisläufe und neueFormen
der Arbeit in Gruppen. Ausgehend von den derzeitigen Gesundheitsgefahren
am Arbeitsplatz durch Stress; Lärm und Gefahrenstoffe sollen
die neuen Entwicklungen hin zu einer globalen vernetzten Kommunikation
sowie zu universell flexiblen Kombiverkehren beim Waren- und Gütertransport
hinsichtlich der individuellen Folge einschließlich der
Kontrollmöglichkeiten behandelt werden.
Mitbestimmung im Betrieb - Geschichte und Zukunft
(AWbG)
Behandelt werden die Stationen der Entwicklung der
Mitbestimmung im Betrieb vom Hilfsdienstgesetz 1916, dem Zentralarbeitsgemeinschaftsabkommen
1918, dem Betriebsrätegesetz 1920, dem Konzept Wirtschaftsdemokratie
der Gewerkschaften Ende der 20er Jahre, dem Betriebsrätegesetz
des alliierten Kontrollrates von 1946 bis hin zum Betriebsverfassungsgesetz
von 1952. Die drei in der Bundesrepublik gültigen Mitbestimmungsmodelle
(Montan-Mitbestimmung von 1951, Betriebsverfassungsgesetz 1952
und Mitbestimmungsgesetz 1972) werden vergleichend dargestellt.
Außerdem wesentiche Aspekte der Montan-Mitbestimmung und
des Betriebsverfassungsgesetzes. Des weiteren wird das Konzept
des DGB "Mitbestimmung am Arbeitsplatz" (u.a. bei Bildschirmarbeit,
Gefahrstoffen, Neue Technologien) behandelt. Die Darstellung der
Entwicklung von weltweiten industriellen Verflechtungen und die
Rolle der Mitbestimmung im künftigen Europa wird im Zusammenhang
mit der zunehmenden Einbeziehung ökologischer Aspekte in
die Industrieproduktion und den Möglichkeiten einer Produktmitbestimmung
diskutiert.

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