IG Metall Vertrauensleute bei ThyssenKrupp Steel AG Duisburg- Hamborn


Tarif

Wir haben dazugelernt. Um die zukünftigen Tarifrunden transparenter zu gestalten und alle Interessierten, zusätzlich zu den bereits durchgeführten Tarifworkshops, noch besser zu informieren haben wir die Rubrik Tarif ins Leben gerufen. Hier findet Ihr hoffentlich alles Wissenswerte zu den zukünftigen Tarifrunden.

Inhalt

Wissenswertes

Gültige Tarifverträge in der Nordwestdeutschen Stahlindustrie

(soweit nicht anders angegeben: Stand Sept. 2002)

Tarifrunde Stahl 2008

Unsere Tarifforderungen
Dafür streiten wir

Die IG Metall fordert für die 85 000 Beschäftigten der westdeutschen Stahlindustrie:

Tarifkommission Stahl fordert 8 Prozent

Die Tarifkommission für die ca. 85.000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen hat heute in Sprockhövel die Forderung zur Steigerung der Einkommen um 8 Prozent beschlossen.

Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 € erhöht werden. Der neue Tarifvertrag soll ab dem 1. Februar 2008 für eine Laufzeit von 12 Monaten gelten.
Detlef Wetzel: „Gesamtwirtschaftlich ist unsere Forderung bestens begründet. Finanzierbar ist sie in der Stahlindustrie zweifelsfrei. Höchste Auslastung der Betriebe, hohe Produktivitätssteigerungen und gute Perspektiven für 2008, auf diesen Grundlagen werden wir sehr anspruchsvoll in die Verhandlungen gehen.“

Für ältere Beschäftigte will die IG Metall mit den Stahlarbeitgebern zudem über eine Verkürzung der Arbeitszeiten verhandeln, angesichts hoch belastender Arbeitsbedingungen und kontinuierlicher Schichteinsätze. Der in der letzten Tarifrunde abgeschlossene Tarifvertrag Demografie soll damit ergänzt werden.

Detlef Wetzel: „Ältere Beschäftigte brauchen Entlastung, um gesund das Rentenalter zu erreichen. Mit Arbeitszeitverkürzungen, wie zusätzlichen Freischichten wollen wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Mit jeder Freischicht für Ältere gibt es zusätzliche Gründe, mehr Jüngere einzustellen.“

Der gültige Tarifvertrag für die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen endet am 31. Januar 2008. Im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall wird die Forderung am 10. Dezember 2007 beschlossen. Die erste Verhandlung wird Mitte Januar 2008 stattfinden.

7. DEZEMBER 2007: Die Tarifkommission kündigt den Tarifvertrag und empfiehlt dem IG Metall-Vorstand ihre Forderungen für die Tarifrunde 2008.

Stahlnachrichten zur Tarifrunde der Stahlindustrie

 

Schnellmeldung zur Tarifrunde der Stahlindustrie

  • Schnellmeldung Nr.1, 21.01.2008
  • Schnellmeldung Nr.2, 29.01.2008
  • Schnellmeldung Nr.3,12.02.2008

    Tarifrunde Stahl 2006

    Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen

    Unsere Tarifforderungen
    Dafür streiten wir

    Die IG Metall fordert für die 85 000 Beschäftigten der westdeutschen Stahlindustrie:

    1. Sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt.
    Ab 1. September 2006. Für zwölf Monate.

    2. Den Abschluss eines Tarifvertrags mit dem Titel "Perspektive für Beschäftigung und alternsgerechtes Arbeiten".
    Dieser Vertrag hat drei Ziele:
    - er soll die Arbeitsplätze jüngerer und älterer Beschäftigter sichern
    - die Beschäftigungsfähigkeit Älterer sicherstellen
    - und weiterhin das vorzeitige Ausscheiden aus dem Arbeitsleben ermöglichen

    3. Volle Lernmittelfreiheit für alle Auszubildenden.
    Die Kosten dafür soll der Arbeitgeber übernehmen.

    Argumente
    Viele gute Gründe

    Für die Tarifforderungen der IG Metall sprechen viele gute Gründe:

    Die Stahlproduktion hat massiv zugenommen.
    Sie hat zwischen 1999 und 2005 um mehr als 40 Prozent zugelegt. Zwar ging die Produktion 2005 leicht zurück, weil die Lager voll waren, 2006 zieht sie aber wieder an - und soll auf 45,7 Millionen Tonnen Rohstahl steigen (zum Vergleich: in den Boom-Jahren 2000 und 2004 wurden jeweils 46,4 Millionen Tonnen erzeugt).


    Die Umsätze der Stahlkonzerne steigen ständig.
    Sie haben unter dem kurzen Zwischentief 2005 nicht gelitten, erhöhten sich sogar um knapp zwölf Prozent auf über 30 Milliarden Euro. Und die wichtigsten Kunden - Automobilindustrie und Maschinenbau - ordern kräftig.

    Die Lohnquote ist weiter rückläufig.
    Der Anteil der Löhne und Gehälter am Umsatz der Stahlindustrie wird immer kleiner. Er betrug 2005 nur noch rund zehn Prozent. In der gesamten Industrie beträgt er 15 Prozent.

    Die Produktivität steigt, die Lohnstückkosten sinken. Zwischen 1995 und 2005 hat die Produktion in der Stahlindustrie um zehn Prozent zugelegt, die Lohnstückkosten sind im Gegenzug kräftig gefallen - um sieben Prozent. Weil die Produktivität um 37 Prozent angezogen hat.

    Der Stahlboom ist keine Eintagsfliege.
    Die Auftragsbücher sind seit geraumer Zeit voll. Die Automobilindustrie, die 33 Prozent des deutschen Walzstahls verarbeitet, sagt für 2006 ein Wachstum von 4,5 bis fünf Prozent voraus. Auch der Maschinenbau, mit 14 Prozent zweitgrößter Stahlabnehmer, legt zu. Er rechnet für 2007 mit einem Wachstum von fünf Prozent.

    Die Belegschaften werden immer älter.
    Fast jeder dritte Beschäftigte in der Stahlindustrie ist älter als 50 Jahre. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen extrem hart, 68 Prozent der Arbeiter schuften auch nachts (in der gesamten Wirtschaft 18 Prozent). Trotzdem sollen sie gesund das Rentenalter erreichen können. Deshalb muss beispielsweise der gleitende Ausstieg aus dem Berufsleben tarifvertraglich geregelt werden, denn das bestehende Altersteilzeitgesetz läuft Ende 2008 aus. Das würde auch Platz für Neueinstellungen und damit Arbeitsplätze für Junge schaffen.

    Empfehlung der Duisburger Stahlbetriebe an die große Tarifkommission der IG Metall

    Stahlnachrichten zur Tarifrunde der Stahlindustrie

    Schnellmeldung zur Tarifrunde der Stahlindustrie

    Pressemitteilungen

    Wirtschaftliche Rahmendaten

    Ostdeutschland

    Stahlnachrichten zur Tarifrunde der Stahlindustrie

    Die erste Tarifverhandlung am 1. September 2006 verlief ergebnislos. Die IG Metall begründete ihre Forderungen; die Arbeitgeber legten kein Angebot vor.
    Die Verhandlungen werden am 11. September 2006 fortgesetzt.

    IG Metall fordert eine Tariferhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Des weiteren fordert sie, in der ostdeutschen Stahlindustrie Perspektiven für Beschäftigung und alternsgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen, unter denen die Beschäftigten das Rentenalter gesund erreichen können. Ziele dabei seien, Arbeitsplätze für jüngere und ältere Beschäftigte zu sichern, Beschäftigung zu fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Beschäftigungsfähigkeit Älterer sicherzustellen. Außerdem müsse das vorzeitige Ausscheiden aus dem Arbeitsleben in der Stahlbranche weiter möglich sein. Dritte Forderung ist die Lehrmittelfreiheit für Auszubildende und die Übernahme dieser Kosten durch den Arbeitgeber.

    IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen: Erste Tarifverhandlung für ostdeutsche Stahlindustrie ergebnislos beendet

    Tarifrunde Stahl 2005

    Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen

    Verhandlungsergebnis

    Stahlnachrichten

    Wirtschaftliche Rahmendaten

    Sonstiges